Zürcher Kantonalturnfest im Tösstal
Geschrieben von: Aregger Thomas   
Montag, 17. Juli 2017 um 19:55

Ein Zürcher Kantonalturnfest bietet einem Zürcher Verein die optimale Gelegenheit sich im kantonalen Vergleich zu messen. Natürlich stellte sich auch der Turnverein Ottenbach diesem Vergleich und war bei den Einzelwettkämpfen, sowie dem Sektionsturnen vor Ort.
Bei den Einzelwettkämpfen machte Sabine Frey am Samstag den Anfang. Sie startete in der Kategorie 4-Kampf U20. Im 100m konnte Sabine mit 15.42 s zwar die Serie für sich entscheiden, blieb aber deutlich über ihrer Bestleistung. Bedeutend besser lief es ihr im Hochsprung. Hier egalisierte sie ein weiteres Mal ihre PB, die bei 1.45 m liegt und versuchte sich sogar noch an 1.50 m. Im Teilnehmerdurchschnitt bewegte sie sich beim Kugelstossen, wo 8.17 m resultierten. Gefallen fand der Trainer dann am 800 m. Hier entschied Sabine das Rennen mit 2.41 min klar für sich. Alles in allem reichte es Sabine damit zum verdienten 3. Rang. Herzliche Gratulation!

Am Sonntag starteten dann unsere Turnwettkämpfer. Sebastian musste am Sonntagmorgen gleich beim 800m ran, was ihn aber nicht weiter störte. Vielmehr beschäftigte ihn der nicht wunschgemässe Verlauf des 1000 m an den diesjährigen Einkampfmeisterschaften, sowie am Power-LMM in Matzendorf, hatte er sich dafür doch intensiv vorbereitet. Einmal am Laufen merkte man Sebastian die vergangenen Resultate aber nur noch im positiven Sinn an. Mit voller Entschlossenheit, dass heute eine bessere Zeit auf der Tafel aufleuchten wird, rannte er, auf doch schwierigem Terrain, mit langen Schritten dem Ziel entgegen. Zum Zuschauen wars natürlich eine wahre Freude. Er deklassierte seine Gegner um Längen und unterbot mit 2.23 min die 10-Punkte Marke um 7 s – klare 10 Punkte zum Start. Sämi stieg etwas später mit dem Steinstossen (10 kg) in den Wettkampf, wo er sich, nach anfänglichem Bangen, mit 10.14 m ebenfalls eine 10 aufs Notenblatt schreiben liess. Im Steinstossen ging es gleich in diesem Stil weiter. Sebastian und Sämi erzielten mit 41 bzw. 43 Hebungen wiederum die Maximalnote 10. In der dritten und letzten Disziplin startete Sämi im Unihockeyparcour. Entgegen seinen Plänen brillierte er hier leider nicht und holte sich die eher bescheidene Note 8.72 – eigentlich schade, denn es wäre mit den vorangehenden Leistungen durchaus ein Podestplatz drin gelegen. Zeitgleich startete Sarah mit dem Unihockeyparcour. Auch ihr erging es mit 9.17 Punkten nicht ganz wunschgemäss. Anstelle vom Unihockeyparcour schloss Sebastian den Wettkampf mit dem Basketball-Parcour ab. Wie schon beim 800m-Lauf bereitete das Zuschauen wahre Freude. Voller Konzentration beförderte er jeden Ball in den Korb und lief ausdauernd die vorgegebenen Schlaufen ab, bis der Kampfrichter das Übungsende bekannt gab und ihm erfreut den Tagesrekord von 56 Zählern bekannt gab. Damit erreichte er zum dritten Mal an diesem Tag die Maximalnote 10 und durfte sich mit der Maximalnote von 30 Punkten auf dem Podest wähnen, dazu aber später. Für Sarah folgte das Steinstossen, wo sie sich mit 7.85 m sehr gute 9.85 Punkte ergatterte. Den Abschluss bildete bei ihr das Turnen am Schulstufenbarren. Hier zeigte sie eine elegante Übung und durfte sich über die Note 9.0 freuen.
Nach dieser Disziplin durfte verdient auf die Leistungen angestossen werden, insbesondere deren von Sebastian. Es stellte sich bei der Rangverkündigung nämlich heraus, dass er an diesem Tag der einzige Turner mit 30 Punkten war und damit den Turnwettkampf der Kategorie Männer für sich entscheiden konnte. Mit 28.72 Punkten erreichte Sämi den erwähnenswerten und auszeichnungsberechtigen 10. Platz. Obschon es Sarah nicht in allen Disziplinen optimal lief erzielte sie mit 28.02 Punkten im breiten Feld von 261 Turnerinnen den glanzvollen 15. Rang. Den erfolgreichen Athleten gebührt die herzliche Gratulation!

Nach den erfolgreichen Einzelwettkämpfen startete die Sektion bei ausgezeichnetem Wettkampfwetter und noch besseren Wettkampfanlagen ein Wochenende später in den Wettkampf. Im Steinstossen und der Pendelstafette, die traditionsgemäss den ersten Wettkampfsteil bilden, schloss man mit 9.47 bzw. 9.14 Punkten ab. Die gesteckten Ziele von 9.3 und 9.0 wurden damit klar übertroffen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle Sarah Seematter, die sich im Steinstossen mit 8.05 m eine neue Bestleistung und zugleich die Note 10 aufs Notenblatt schreiben lassen durfte.
Vom guten Start motiviert konnte auch im zweiten Wertungsteil die Pace gehalten werden. So überzeugten die Hochspringer mit einem Durchschnitt von 9.87 und die Fachtestgruppe mit 9.79 Punkten. Insbesondere die Fachtestgruppe, die dieses Jahr neue Turner und Turnerinnen in ihre Reihen integrierte, durfte ob dieser Wertung stolz sein. Unter der Zielvorgabe bewegten sich die Resultate der Kugelstösser. Mit der Note 9.18 schlossen diese gut aber nicht sensationell ab. Angespornt von den beachtlichen Leistungen aber auch im Bewusstsein, dass nun der dritte und notenmässig schwierigste Teil folgt, fokussierte sich die Ottenbacher Turnerschar nochmals vollends auf das Wettkampfgeschehen und konnte mit soliden Leistungen abschliessen.
Im Weitsprung, der bekanntlich etwas schlechter ausfallenden Disziplin, resultierte die sehr gute Note von 9.21 Punkten. Unter anderem beteiligt waren hierbei Gioia Strebel und Rafael Wyttenbach, die mit 4.32 m bzw. 5.63 m eine neue persönliche Bestleistung erzielten. Plangemäss lief es auch im Steinheben, wobei hier offensichtlich geballte Power vorhanden war. Von 10 startenden Turnern konnten sich gleich vier eine neue Bestleistung eintragen lassen. Leana hob den Stein 36 Mal und Ines gleich 44 Mal, wodurch sie zusammen das geforderte Ziel von 9.0. Punkten glanzvoll erreichten. Ebenfalls eine neue PB konnte sich Schnegge mit 23 Hebungen eintragen lassen. Die Speerspitze des Heberteams bildet aber nach wie vor Oso, der mit maskulinen 41 Hebungen auf dem 22.5er Stein ebenso eine neue PB verbuchte. Zusammen erreichten die Heber damit das angepeilte Ziel von 9.2 Punkten. Im Schleuderball konnten zwar keine neuen Bestleistungen verbucht werden, dafür aber eine solide Note, die mit 9.31 Punkten zur Gesamtnote beitrug.

Dem Turnverein Ottenbach reichte es im Sektionsturnen damit zur Gesamtnote von 28.12 Punkten, die in der dritten Stärkeklasse zum 7. Schlussrang führte. In Anbetracht des starken Teilnehmerfeldes ist dies eine ausgezeichnete Leistung, die sich mit der Tatsache, dass die Gesamtnote die bisher zweitbeste des Vereins ist, untermauern lässt. Mit sehr guten Leistungen und schönen Erinnerungen geht die Turnfestsaison 2017 damit zu Ende.

Die Rangliste ist online, die Bestenliste aktualisiert und Fotos folgen in Bälde.

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